WOMEN IN LAW

Über Women in Law

Women in Law hat das Ziel, Frauen in der Rechtsberatungsbranche und anderen juristischen Berufen in Österreich zu vernetzen.
Schwerpunkte sind der Austausch und die Vernetzung der WOMEN IN LAW-Mitglieder über XING, sowie die Organisation von WOMEN IN LAW-Veranstaltungen, die zu mehr persönlichem Kontakt beitragen. Die Themen des Austauschs sind: Herausforderungen im täglichen Beruf, Perspektiven, Wissensaustausch, Netzwerkbildung, Umgang mit der Arbeit im 21. Jahrhundert und vieles mehr.

WOMEN IN LAW wurde 2014 von Sophie Martinetz ins Leben gerufen. Mit Kerstin Holzinger und Caroline Weerkamp gestaltet sie ehrenamtlich die diversen Aktivitäten.


WOMEN IN LAW UND DIE VEREINIGUNG ÖSTERREICHISCHER UNTERNEHMENSJURISTEN (VUJ) VERGEBEN AM 12.10.2021 IM HOTEL GRAND FERDINAND ZUM VIERTEN MAL DIE „PROMOTING THE BEST“-AWARDS – BEWERBEN/NOMINIEREN SIE JETZT!


Women in Law Breakfast: Die Rolle von Work-Life-Balance und flexiblen Arbeitszeitmodellen. 

Am 24. Juni  fand das Women in Law Breakfast zum Thema Arbeitszeitmodelle und Work-Life Balance statt. Vor mehr als 50 TeilnehmerInnen präsentierte Carina Stiglbauer ihre Studie zum Thema Work-Life Balance und Arbeitszeitmodelle, bevor Bettina Sabara auf den rechtlichen Rahmen unterschiedlicher Punkte einging. Insgesamt 50 TeilnehmerInnen nutzten die Chance, um sich zu diesem relevanten Thema auszutauschen. 

Mehr Geld? Eine bessere Work-Life-Balance? Flexible Arbeitszeitgestaltung? Arbeitsplatzsicherheit? Interne Aufstiegsmöglichkeiten? Oder ein gutes persönliches Verhältnis zu KollegInnen und Vorgesetzten? – Was wollen ArbeitnehmerInnen wirklich? 

Diese Fragen gaben diesmal den Rahmen des Women in Law Frühstücks vor. Carina Stiglbauer (Head of HR and Legal at Risk Experts Risiko Engineering GmbH), Bettina Sabara (Redakteurin in den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht sowie Personalverrechnung) und Sophie Martinetz (Gründerin, Women in Law) diskutierten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen die Rolle von Work-Life-Balance und flexiblen Arbeitszeitmodellen. 

In der von Carina Stiglbauer präsentierten Studie, an der über 700 Personen mit juristischer Ausbildung teilgenommen haben, wurden einige brisante Details angesprochen was die Prioritätensetzung von RechtsanwältInnen hinsichtlich Arbeit und Privatleben angeht. „Um talentierte Juristinnen für sich zu

 gewinnen und langfristig zu halten, ist es für Organisationen essentiell zu wissen, was den Juristinnen bei der Wahl ihres Arbeitgebers wirklich wichtig ist. Meine Studie liefert Zahlen, Daten und Fakten, die es Unternehmen ermöglicht, eine evidenzbasierte HR-Strategie zur Mitarbeitergewinnung und -bildung zu entwickeln,“ verwies Carina Stiglbauer.


So zeigt sich zum Beispiel deutlich, dass für im Rechtswesen arbeitende Mütter flexible Arbeitszeiten zur Erhaltung einer annehmbaren Work-Life Balance häufig als höchste Priorität eingestuft wird, während sie es bei Frauen und Männern ohne
Kinder lediglich ins gute Mittelfeld schafft. Ein noch viel stärkerer Kontrast war bei der Priorisierung der Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit, Vertrauensarbeitszeit, Sabbatical, Home Office, Gleitzeit und 4-Tagewoche zu sehen. Während insbesondere die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit von Müttern äußerst hoch und von Frauen ohne Kindern hoch eingestuft wurde, fand sie sich bei Männern (mit und ohne Kindern) am unteren Ende der Skala. Alleine dieser Auszug aus der Studie zeigt grundlegende Probleme und einen tief im System verankerten Missstand auf.  RechtsanwältInnen hinsichtlich Arbeit und Privatleben angeht.

Im Anschluss an die Studienpräsentation nahm Bettina Sabara auf einige rechtliche Rahmenpunkte Bezug. Auch sie hob hervor, dass die Hindernisse häufig in der Unternehmenskultur und somit die Verantwortung nicht zuletzt beim Arbeitgeber liegt. Für MitarbeiterInnen die sich an vereinbarte Richtlinien zur flexiblen 

Arbeitszeit halten, dürfen keine negativen Konsequenzen zu spüren bekommen, so Sabara: “Im österreichischen Recht gibt es grundsätzlich zahlreiche Möglichkeiten einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Allerdings muss die Verwendung von flexiblen Arbeitszeitmodellen von der Unternehmenskultur mitgetragen werden, nur so kann die Umsetzung funktionieren.”

Daraufhin folgte eine spannende, angeregte Diskussion mit den TeilnehmerInnen, die die Frage „Was wollen ArbeitnehmerInnen wirklich und was hält sie von der Verwirklichung ab?“ von unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet hat. Dazu wurden die TeilnehmerInnen in Breakout Sessions aufgeteilt, um sich in kleinen Gruppen zu dem Thema auszutauschen. Am Ende wurden die “Findings” in der großen Runde präsentiert. 

Ein wichtiger Punkt, der sich dabei herauskristallisierte, war das Thema der Selbstständigkeit und wie diese realisierbar ist. Besonders hoch scheint dabei die Barriere der Erreichbarkeit. Wie erreichbar muss man sein? Rückhalt ist hier nicht nur in der Familie wichtig, sondern auch am Arbeitsplatz. Dort fehlt es jedoch an Role-Models und allgemein auch am Verständnis. Wer soll sich trauen, wenn es niemand vormacht? Ein typisches Henne-Ei Problem – was muss zuerst her, die Struktur oder diejenigen, die neue Arbeitsweisen aktiv vorleben? 

Auch die Anrechnung von Teilzeit ist ein altbekanntes Problem. Kann man (frau) es sich überhaupt leisten, in Teilzeit zu gehen? Wieso gibt es nicht mehr Möglichkeiten zum Jobsharing in Managementpositionen? 

All diese Fragen zeigen deutlich: es gibt ein strukturelles Problem und das sollte, so sind sich die TeilnehmerInnen des Women in Law Breakfast einig, auch so angesprochen werden. Solange die Männer alleine am Schalthebel sind, wird sich daran nichts ändern, da der derzeitige Zustand für sie “normal” ist. 

“Viele Probleme entstehen auch unterbewusst. Eine junge Anwältin wird häufig mit dem Vorurteil ihres Gegenübers zu kämpfen haben, dass sie bald Kinder bekommen könnte und dann sozusagen ‘weg vom Fenster’ ist – ein sogenannter unconscious bias, der in unserer Gesellschaft noch immer vorherrscht”, so Sophie Martinetz. 

Nach diesem gelungenen Women in Law Frühstück freuen wir uns die nächsten Veranstaltungen im Herbst, wo der Schwerpunkt unter anderem auf dem “unconscious bias” von ArbeitgeberInnen, KollegInnen und MandantInnen und mögliche Vorgehensweisen dagegen liegen wird.

 


Neu ab Mai 2021: Women in Law Banking

SEI DABEI – WIL FACHGRUPPE BANKING

„Women in Law Banking Austria“ ist bestrebt, Frauen im Bankenbereich zusammen zu bringen, den Austausch unter Frauen zu verstärken, Wissen zu teilen und bietet dafür eine Networking-Plattform. Aufgrund der derzeitigen Situation finden die Veranstaltungen vorerst online statt. In Zukunft werden auch (hoffentlich) wieder „analoge“ Veranstaltungen organisiert.

Gestartet wurde die Initiative von Alexandra Simotta (PAYONE), Doris Zingl (Bankenverband), Valeska Grond (Bankenverband) und Sophie Martinetz (Women in Law).

Women in Law Banking ist eine Initiative von Women in Law und dem Bankenverband. Anbei finden Sie mehr Infos über den Bankenverband:

AUFTAKTVERANSTALTUNG: Zum Auftakt greifen wir das topaktuelle Thema „Wie schaut es in der Bankenwelt bezüglich Frauen aus“– Der Bankenverband hat im Zuge seiner Gender Diversity Initiative den Status-Quo im Hinblick auf Geschlechtervielfalt und Chancengleichheit erhoben. Danach diskutieren wir das Thema mit einem spannenden Women in Law Podium am Donnerstag 17.6. von 09:00-10.30 Uhr, Bankenverband  oder digital (je nach Covid Situation). More information coming soon.


What’s Up?

Women in Law Breakfast und Umfragepräsentation

Bereits beim Women in Law Breakfast im Dezember 2020 widmeten wir uns der Frage wie Unternehmensstrukturen für eine zeitgemäße Arbeitsumgebung aussehen. Nun wollen wir die gewonnen Erkenntnisse nutzen und einen Schritt weiter gehen. Denn obwohl viele Kanzleien/Rechsabteilungen sich für eine Gleichberechtigungspolitik aussprechen, ist die Branche nach wie vor männderdominiert. Doch mit welcher Struktur kann man mehr Frauen in die Anwaltskanzlei bringen? Diese Frage wurden anlässlich des Tags der Frauen (08. März) gemeinsam im Rahmen Women in Law Frühstück am 4. März 2021 erörtert.

“Um nachhaltige Veränderungen zu erwirken, die auch Anwältinnen langfristige berufliche Perspektiven in Anwaltskanzleien ermöglichen, ist nicht zuletzt die Mandantschaft – a.k.a. „König Kunde“ – gefordert. Und nachdem Männer Teil des Problems sind, müssen sie auch Teil der Lösung sein.“, beschreibt Luciano Duque-Cordero, Legal Council, UniCredit, die Veränderung auf der Klientenseite. Dies wurde auch von anderen teilnehmenden RechtsabteilungsmitarbeiterInnen bestätigt.

„Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, Anwesenheit mit Produktivität gleichzusetzen. Stattdessen sollten insbesondere Kanzleien Menschen mit Familie ermöglichen, ihre Arbeitsstrukturen an ihr Familienleben anzupassen, ohne Flexibilität mit weniger oder schlechterer Tätigkeit zu verwechseln“, hebt Caroline Weerkamp ergänzend hervor.

Mit dabei waren:

  • RA Mag. Bettina Knötzl (Vizepräsidentin Wiener Rechtsanwaltskammer & Partnerin bei KNOETZL)
  • RA Mag. Nadja Holzer (Partnerin, HSP RECHTSANWÄLTE GMBH)
  • Mag. Luciano Duque-Cordero (Legal Counsel im Bereich Corporate und Investment Banking bei Bank Austria)
  • RA Mag. Christina Kober (kpk Rechtsanwälte)
  • Mag. Susanne Mortimore (Geschäftsführerin bei Lexis Nexis)
  • Mag. Caroline Weerkamp (Women in Law)
  • Moderiert wird die Diskussion von Mag. Sophie Martinetz (Managing Partnerin bei Future-Law

Zum Nachbericht

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FERTIG 😉 Umfrage zum Weltfrauentag 2021:

Durch COVID-19 zu mehr Chancengleichheit in Kanzleien und Unternehmen? Wie steht es eigentlich um die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Rechtsbranche Österreichs?

zum Nachbericht

In den von Women in Law veranstalteten Diskussionsrunden im vergangenen Jahr haben sich im Hinblick auf die Gleichstellung von Männern und Frauen in Kanzleien bzw Rechtsabteilungen unterschiedliche Trends herauskristallisiert. 

Nun, fast ein Jahr nach Beginn der Pandemie, wollen wir es genauer wissen und betrachten 2020 retrospektiv: inwiefern hat sich die Arbeitsweise durch COVID-19 verändert? Wie haben sich diese Entwicklungen wiederum auf die Gleichstellung ausgewirkt? Wohin führt der Trend? Was sind notwendige Schritte? Wo liegen die Herausforderungen?

Mit der Kurzumfrage haben wir versucht, genau diese Themen in der Branche abzufragen. Vielen Dank an die zahlreichen Teilnehmer*innen!

Das Ergebnis der Umfrage präsentieren wir exklusiv beim Women in Law Breakfast am 4. März 2021.

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Nachbericht: Women in Law Breakfast Edition: Moderne Unternehmensstrukturen als Erfolgsrezept?Am 03. Dezember 2020 fand das virtuelle Networking Frühstück von Women in Law in Kooperation mit Lexis Nexis und powered by Future-Law statt. Im Mittelpunkt standen spannende Diskussionen zum Thema moderne Unternehmensstrukturen: Wie können Kanzlei- bzw. Unternehmensstrukturen aussehen, um eine zeitgemäße Arbeitsumgebung für Männer und Frauen zu bieten?

Bereits beim Women in Law Lunch im September 2020 zeigte sich, dass Unternehmensstrukturen im Alltag eine große Auswirkung auf die Gleichstellungsarbeit haben. Während sich viele Unternehmen in der Theorie schon lange für eine aktive Gleichberechtigungspolitik aussprechen, behindern ihre gleichgebliebenen Strukturen die Umsetzung in die Praxis. Problematisch sind dabei vor allem überholte Unternehmensstrukturen, die fest verankert und daher schwer zu verändern sind.

Schwer bedeutet dennoch nicht unmöglich – „Es braucht viel Innovation und mutige Köpfe, um die veralteten Strukturen aufzubrechen“, sind sich die Diskutantinnen einig. Mit dabei waren diesmal Dr. Ursula Roberts (Partnerin bei PwC Legal Austria), Mag. Julia Fritz (Partnerin bei PHH Rechtsanwälte), Mag. Alexandra Jirovsky M.B.L. (Executive Vice President Legal Services bei Kapsch TrafficCom AG), Mag. Susanne Mortimore (Geschäftsführerin bei LexisNexis). Moderiert wurde die Diskussion von Mag. Sophie Martinetz (Managing Partnerin bei Future-Law).

De-facto Gleichberechtigung ist kein weibliches Problem

Neben den Speakerinnen waren über 40 interessierte ZuhörerInnen mit von der Partie – darunter zwei männliche Teilnehmer. „Das Thema Gleichstellung im Arbeitsalltag ist kein ausschließlich weibliches Problem“, stellt Mag. Jurovsky (Kapsch) fest. „Auch Männer stehen vor dem Problem, dass die anderen männlichen Kollegen sie abstempeln, wenn sie mehrmals oder länger in Karenz gehen.“ Hier müssen ‚die Chefs‘ in die Pflicht genommen werden: wird die Möglichkeit zur Karenz bzw. Elternteilzeit proaktiv und in gleichberechtigter Form angeboten, verändert das nicht nur die Sichtweise der Angestellten, sondern auch deren Bereitschaft, ein solches Angebot tatsächlich anzunehmen.

Nach einer spannenden Podiumsdiskussion wurden alle TeilnehmerInnen in Kleingruppen aufgeteilt, um im gemeinsamen Austausch unterschiedliche Fragestellungen auszuarbeiten. Die Ergebnisse wurden anschließend im großen Kreis reflektiert – beispielsweise, wie veraltete Stereotype abgeschafft werden können. Einen Knackpunkt bildet hier die Balance zwischen kanzlei- bzw. unternehmensinternem und -externem Handeln. So verrechnen viele und vor allem große Unternehmen längst nicht mehr den Stundensatz (die „Billable Hour“), sondern pauschalisiert – jedoch nur nach außen. Die interne Leistungskontrolle ist oft noch immer stundenweise und somit problematisch gestaltet – Leistungskriterien abseits der Billable Hour sind dringend erforderlich.

Auch die mit den Veränderungen einhergehende Kommunikation ist wichtig. Wird nach außen hin nicht eine exklusive Person, sondern ein Team als Ansprechpunkt präsentiert, bekommen die einzelnen MitarbeiterInnen mehr Spielraum.

Veränderte Strukturen durch COVID-19

Natürlich hat sich seit Jahresbeginn einiges rapide geändert – ausgerechnet die COVID-19 Pandemie hat geholfen, den Grundstein für modernere Strukturen zu legen. Ein breiteres Verständnis und mehr Offenheit gegenüber flexiblen Modellen und digitalem Arbeiten ist nun vorhanden. Zwar besteht noch Aufhol- und Verbesserungsbedarf, aber das Zwang-Homeoffice hat einige Fortschritte gebracht, die zu begrüßen sind.

Hier sieht die Diskussionsrunde zukünftig auch die ArbeitgeberInnen im Zugzwang, die in einen Wettkampf geraten könnten: wer kann gute Konditionen bieten und daher die guten MitarbeiterInnen halten? „Mein Anliegen als Führungskraft und Partnerin einer Rechtsanwaltskanzlei ist ein Aufzeigen der gemeinsamen Verantwortung der Arbeitgeber,“ so Dr. Roberts (PwC). „Gemeinsam mit der Politik ist es unsere Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen um hochqualifizierte, top ausgebildete ExpertenInnen am Arbeitsmarkt zu den bestmöglichen Bedingungen zu behalten.“

Bin ich ein Vorbild?

„Will man die derzeitigen Strukturen wirklich aufbrechen, gehört mehr dazu als nur zu reden. Es müssen aktiv Chancen geschaffen werden – zum Beispiel indem unternehmensintern die Möglichkeit zur Kinderbetreuung geboten wird, und auch TeilzeitmitarbeiterInnen bewusst in spannende und wichtige Projekte eingebunden werden“, betont Mag. Fritz (PHH), die ihres Zeichens intern an eben jenen Strukturen feilt.

Eine Teilnehmerin ergänzt: „Man sollte sich auch immer bewusst die Frage stellen: Lebe ich das auch selbst, wofür ich einstehe? Bin ich ein Vorbild?“  

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2. Meeting: Women In Insurance – Austria

Nach dem tollen Erfolg des ersten Women in Insurance Austria Frühstücks zum Thema „Cyber Versicherung in Corona-Zeiten“ dürfen wir Sie zum zweiten online Frühstück unseres Netzwerkes „Women in Insurance – Austria“ am 12.11.2020 um 08:30 Uhr einladen! Das Thema werden diesmal die aktuellen Entwicklungen, Probleme und potentielle Anpassungen rund um den Wünsche- und Bedürfnis-Test nach der IDD sein.

Gestartet wurde die Initiative von Dr. Arlinda Berisha, LL.M. (Fachbereich Versicherungsrecht, Donau-Universität Krems), Mag. Kerstin Keltner (Koban Group), Mag. Katharina Trampisch (GVFW) und Mag. Caroline Weerkamp (HDI Versicherung AG/Women in Law).

„Women in Insurance – Austria“ ist bestrebt, Frauen in der Versicherungsbranche zusammenbringen, den Wissensausstausch unter Frauen zu verstärken und bietet dafür eine Plattform zum Networking. Aufgrund der derzeitigen Situation finden die Veranstaltungen vorerst online statt, in Zukunft werden die Gründerinnen aber auch analoge Veranstaltungen zu verschiedensten versicherungsrechtlichen Themen organisieren.

Zum Thema „Wünsche- und Bedürfnis-Test“ iSd IDD wird Frau Mag. Dr. Julia Leitner-Baier (stellvertretende Leitung des Forschungsinstituts für Privatversicherungsrecht der Paris Lodron Universität Salzburg) einen kurzen Impulsvortrag halten. Im Anschluss daran dürfen wir Sie alle zu einem anregenden Wissensaustausch in Form einer Online-Diskussion einladen. Die Moderation wird von Frau Dr. Berisha und Frau Mag. Keltner geleitet.

Am Ende der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, die „break out rooms“ in Zoom zum networken zu nützen.

Den Anmeldungslink zum Event finden Sie hier: https://www.eventbrite.com/e/2-women-in-insurance-austria-breaktfast-wunsche-und-bedurfnis-test-tickets-126192251421 – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am 12.10.2020 um 08:30 Uhr!

Ihr Women in Insurance Austria Team

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13.Oktober 2020:
JUHUUU – AND THE WINNERS DER „PROMOTING THE BEST AWARDS“ ARE….

WOMEN IN LAW UND DIE VEREINIGUNG ÖSTERREICHISCHER UNTERNEHMENSJURISTEN (VUJ) vergaben am 13.10.2020 unter der Schirmherrschaft von FRAU BUNDESMINISTERIN DR. ALMA ZADIC, LL.M. im Hotel GRAND FERDINAND die „PROMOTING THE BEST“-AWARDS.

– Wir gratulieren den Nominierten und Gewinnerinnen herzlichst – mehr Infos & GewinnerInnen & Nominierte HIER

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11. September 2020:

Zukunft Gleichstellung – Österreichs Top-Juristinnen diskutierten notwendige Schritte

Am 11. September 2020 zog Future-Law gemeinsam mit Women in Law und Lexis Nexis die Parallele zu den diesjährigen Alpbacher Rechtsgesprächen – in einer exklusiven Runde aus Vertreterinnen von Justiz und Wirtschaft wurde über die Schritte und Hindernisse am Weg zur Geichstellung im Rechtsbereich diskutiert. Was braucht es, um endlich eine Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen?

Heuer wurde bei den erstmalig digitalen Alpbacher Gesprächen u.a. bei den Rechtsgesprächen der Fokus auf Fundamentals gelegt. Aber welche Grundsätze nehmen wir als gegeben hin und glauben daran, während sie bei genauerer Betrachtung nur bedingt vorhanden sind? Eines dieser Fundamente unserer Gesellschaft sollte die Gleichberechtigung sein – in Österreich sind Frauen und Männer zumindest gemäß der Verfassung gleichgestellt. Dass dies in der Realität des Alltags leider noch anders aussieht, ist weithin bekannt und auch den hochkarätigen Diskutantinnen beim Women im Law Lunch bewusst.

Die Diskutantinnen des Networking Lunches definierten die relevanten Zukunftsfragen im Bereich Frauenrechte in Österreich und diskutieren mit dem – aufgrund der Einschränkungen durch COVID-19 Auflagen – sehr erlesenen Teilnehmerinnenkreis die zentralen „Pain Points“ am Weg zur Gleichstellung. Am Podium waren Univ.-Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner (Institutsvorständin am Institut für Europäisches und Österreichisches Zivilverfahrensrecht der JKU Linz, Expertin im Zivilverfahrens- und Familienrecht), Dr. Birgit Eigelsreiter, MA, MA (Leiterin der Rechtsabteilung bei Windkraft Simonsfeld und Expertin im Vergaberecht), RA Dr. Elke Napokoj, LL.M. (Partnerin bei bpv Hügel Rechtsanwälte und Expertin im Gesellschaftsrecht), RA Mag. Judith Feldner (Partnerin bei Eisenberger & Herzog und Expertin für Kartellrecht & Compliance), Mag. Marie Ringler, MBA (Europachefin von Ashoka und designierte Vizepräsidentin des Europäischen Forum Alpbach), Mag. Susanne Mortimore (Geschäftsführerin bei LexisNexis). Moderiert wurde die Diskussion von Mag. Sophie Martinetz (Managing Partnerin bei Future-Law).

Obwohl viele Firmen ausdrücklich damit werben, familienfreundlich zu arbeiten sowie Frauen und Männer gleichgestellt zu behandeln, wird dies im Arbeitsalltag oft nicht oder nur bis zu einem gewissen Ausmaß gelebt: „Wenn sich das Team gerade in einer wichtigen Transaktion befindet, gibt es in der Realität eben keinen Feierabend um 18 Uhr – da erwarten auch unsere Mandant*innen, dass wir im Notfall verfügbar sind“, erzählt Judith Feldner, Partnerin bei Eisenberger & Herzog, aus ihrer Erfahrung. Gerade für berufstätige Eltern, die Kinder, Haushalt und Beruf unter einen Hut bringen müssen, stellen Termine nach 18 Uhr eine zusätzliche Last dar, die aber vermeidbar ist.

Durch die erforderliche Umstellung auf Home Office wurde mit der Corona Krise zumindest eines deutlich: es geht auch anders. Wenn beide Partner von zu Hause aus arbeiten, können Zuständigkeiten im Haushalt neu gedacht und verteilt werden, die sonst leider noch oft automatisch bei der Frau hängen bleiben.

Wie verhält sich das aber bei alleinerziehenden Müttern? Oft liegt die Lösung darin, im gesamten Team für einen anderen Blickwinkel auf die Work-Life-Balance zu sorgen. So kann beispielsweise eine allgemeine „Ruhezeit“ zwischen 18 und 20 Uhr geschaffen werden, eine große Hilfe für alleinerziehende Eltern. Durch geschlechtermäßig gut gemischte Teams kann so eine Art Nudging dazu führen, im Alltag Strukturen zum Umdenken zu schaffen.

Marie Ringler, designierte Vizepräsidentin des Europäischen Forum Alpbach, fügt hinzu: „Everyone leads – jeder ist verantwortlich, und sei es nur für sich selbst. Diese Denkweise ist bei vielen noch nicht angekommen, dabei ermöglicht sie, sich abends auch mal frei zu nehmen um Zeit mit Partner*in und/oder Kindern zu verbringen.“

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NEU: SEI DABEI- WIL FACHGRUPPE INSURANCE

„Women in Insurance – Austria“ ist bestrebt, Frauen in der Versicherungsbranche zusammenbringen, den Wissensausstauch unter Frauen zu verstärken und bietet dafür eine Plattform zum Networking. Aufgrund der derzeitigen Situation finden die Veranstaltungen vorerst online statt, in Zukunft werden die Gründerinnen aber auch analoge Veranstaltungen zu verschiedensten versicherungsrechtlichen Themen organisieren.

Wir freuen uns sehr, Sie zum ersten online Frühstück unseres neuen Netzwerkes „Women in Insurance – Austria“ am 8.7.2020 um 09:00 Uhr begrüßen zu dürfen! Gestartet wurde die Initiative von Dr. Arlinda Berisha, LL.M. (Fachbereich Versicherungsrecht, Donau-Universität Krems), Mag. Kerstin Keltner (Koban Group), Mag. Katharina Trampisch (GVFW) und Mag. Caroline Weerkamp (HDI Versicherung AG).

Zum Auftakt der online Frühstücks-Reihe haben wir das topaktuelle Thema „Cyber-Versicherung“ aufgegriffen. Die neuesten Entwicklungen in diesem Versicherungszweig wird Frau Mag. Bauernberger (Leiterin Haftpflicht-Industrie, HDI Versicherung AG) in einem kurzen Impulsvortrag vorstellen. Im Anschluss daran dürfen wir Sie alle zu einem anregenden Wissensaustausch in Form einer Online-Diskussion einladen. Die Moderation wird von Frau Dr. Berisha und Frau Mag. Keltner geleitet.

Bitte melden Sie sich über diesen Link zu der Veranstaltung an: https://www.eventbrite.com/e/109603944348

Das Women in Law Team freut sich auf Eure Teilnahme am 8.7.2020 um 9.00 Uhr!

Next100Years 2020 Fotogalerie

Wir unterstützten die Kampagne von Next100Years und wollen zeigen, wie vielfältig die österreichische JuristInnen-Landschaft ist und in den kommenden 100 Jahren sein wird.

Die obigen Aufnahmen entstanden am 6.3.2020 von 9-13Uhr in den Räumlichkeiten der RAK Wien und von 14-17Uhr bei Freshfields.
(© Marlene Rahmann | Photography & Creative Direction | marlenerahmann.com)


(© Daniel Novotny | fotonovo.at)


Letztes Jahr feierten wir 100 Jahre Jus-Studium für Frauen. Dieses Jahr feiern wir #FACETHEFUTURE. Im Rahmen einer internationalen #FaceTheFuture-Kampagne wurden weltweit am 6. März 2020 Juristinnen und männliche Unterstützer der Kampagne vor die Kamera geholt. Die Kampagne geht von der englischen Projektorganisation Next100Years aus.

Next100Years hat es sich zum Ziel gesetzt, die Errungenschaften von Frauen in der Rechtsbranche sichtbar zu machen und eine gleichberechtigtere und vielfältigere Zukunft im Rechtsbereich zu schaffen.
Lassen Sie sich auf https://next100years.org.uk/facethefuture/ inspirieren.


In Österreich in Kooperation mit Niamh Leinwather (Freshfields), Sabine Schuh (RAK Wien), Sophie Martinetz (Women in Law), Eva-Elisabeth Röthler (ÖRAK) und Amelie Huber-Starlinger (Northcote.Recht)

Fotografin Marlene Rahmann mit Justizministerin Alma Zadic und Sophie Martinetz
Fotografin Marlene Rahmann mit Justizministerin Alma Zadic und Sophie Martinetz

 

 

 

 

 

 


 


PROMOTING THE BEST 2019 – Wir suchten die Besten

Zum zweiten Mal vergaben Women in Law und die Vereinigung Österreichischer Unternehmensjuristen (VUJ) die „PROMOTING THE BEST“-Awards in acht Kategorien an Rechtsabteilungen und Rechtsanwaltskanzleien. Im Architekturjuwel, dem Looshaus Wien (powered by Raiffeisen Private Banking), führte Eva Komarek, General Editor bei Styria durch das Programm. Auch die Bundesministern für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Elisabeth Udolf-Strobl begrüßte die exklusiv geladenen 120 Gäste und erwies die Ehre, die Trophäen den Gewinner*innen zu überreichen.

Die Neuernennung von Partnerinnen in Rechtsanwaltskanzleien seit 2016 wurde bei der Kategorie „Women in Law Award 2019“ ausgezeichnet. Die Fachjury setzte sich in dieser Kategorie aus Ingo Steinwender (CA Immo), Caroline Weerkamp (Women in Law), Natalie Harsdorf (Bundeswettbewerbsbehörde), Eva-Maria Tos (VUJ) und Bernhard Gröhs (Deloitte) zusammen. Nominiert für den Women in Law Award 2019 waren gleich sechs Unternehmen. Haslinger / Nagele & Partner Rechtsanwälte konnten sich jedoch gegen Eisenberger & Herzog, SCWP Schindhelm, PHH, PwC Legal und Dorda Rechtsanwälte durchsetzen. Daniela Huemer, Partnerin bei HNP, nahm die Trophäe von Bundesministerin Elisabeth Udolf-Strobl freudig entgegen. Caroline Weerkamp (Women in Law) betonte, dass es ein ernsthaftes Interesse bei HNP gibt, die Besten der Besten zu fördern und auch zu halten

Den kompletten Nachbericht der Promoting the Best Awards 2019 finden Sie hier, zur Fotogalerie der Awardverleihung finden sie hier.