Mentoring

Interview mit Women in Law Mentorin Dr. Christina Hummer, LL.M.
Das Women in Law Mentoring Programm ging im September 2021 in die erste Runde. Wir haben Mentorin Dr. Christina Hummer, LL.M. gefragt, wieso Mentoring im Rechtsbereich wichtig ist und was…

Das Women in Law Mentoring Programm ging im September 2021 in die erste Runde. Wir haben Mentorin Dr. Christina Hummer, LL.M. gefragt, wieso Mentoring im Rechtsbereich wichtig ist und was sie persönlich vorantreibt.

Was ist ihr (berufliches) Motto?

Die Anwaltei ist ein Haifischbecken. Mein Motto ist, in diesem gut zu überleben, ohne selbst zum Haifisch zu mutieren.

Warum sind Sie bei diesem Programm als Mentorin dabei?

Ich habe auf meinem Weg viele Entscheidungen meist nur mit Freunden außerhalb der Anwaltei oder Kollegen auf derselben Karrierestufe besprechen können. Ich denke allerdings, dass es rückblickend sicher auch hilfreich gewesen wäre, sich im Vertrauen mit einem Mentor auszutauschen. Somit möchte ich nun meine Erfahrung jüngeren weitergeben.

Warum funktioniert Mentoring?

Es funktioniert nur, wenn beide Seite es möchten. In diesem Fall kann ein Mentee nicht nur die Themen mit jemanden besprechen, der das Umfeld kennt, aber doch „außenstehend“ ist. Somit fungiert ein Mentor als Sparring Partner bzw spezifischer Coach, mit dem ein Mentee seine Karriereschritte und welche Schritte hierfür notwendig sind, besprechen kann. Dies führt zu neuen Denkanstößen für den Mentee. Auch wenn jeder einzelne Karriereweg unterschiedlich ist, glaube ich, dass sich jeder Mentee von dem Karriereweg eines Mentors etwas abschauen kann – entweder, wie man etwas selbst besser machen kann oder was man besser unterlasse sollte.

Was sind die Themen/Bereiche, die am meisten diskutiert werden?

Primär steht das berufliche Fortkommen und die Positionierung innerhalb einer Kanzlei bzw am Markt des Mentees im Mittelpunkt. Dies geht allerdings Hand-in-Hand mit den Themen Entlohnung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Klientenakquise.

Zwei Do‘s und Don’ts für die Karriere von Rechtsanwältinnen

Do’s: Sich selber – mit allen positiven und negativen Seiten – treu bleiben! Auch wenn dies von männlichem Verhalten abweicht…
Do’s: Bei der Vereinbarung von Beruf und Familie sich es so richten, dass man persönlich zufrieden ist.

Don’ts: Jedes „Problem“ mit der Tatsache verknüpfen, dass man eine Frau ist.
Don’ts: Sich nur mit Frauennetzwerken beschäftigen.